Klaus Motznik Art-Photography | Little Planet

Little Planet

October 14, 2014  •  Kommentar schreiben

Wie auf den Panorama Seiten schon angesprochen, kann man aus einem Kugelpanorama auch sehr schöne Spielereien wie sogenannte Little Planets erstellen.

Beispielsweise hier ein Little Planet, aufgenommen 2014 am Malin Head in Irland:

Natürlich entstehen die Bilder nicht direkt aus der Kamera heraus in diesem Format, sondern man nutzt dazu entsprechende Software.

Ausgangsbasis für die Erstellung eines Little Planets sind 360° Panoramen, die man auf verschiedene Weise erstellen kann. Man kann zum einen mehrzeilige Panoramaaufnahmen mit einem normalen Weitwinkelobjektiv aufnehmen und diese dann anschließend in einer Panorama Software zusammenfügen um daraus ein entsprechendes Panorama und dann einen Little Planet zu erstellen.

Ich verwende für die Erstellung der Basis ein sogenanntes Fisheye Objektiv mit einer 178° Abdeckung vom Sichtfeld her. Dadurch reichen mir theoretisch 3 Bilder horizontal plus Himmel und Nadir um ein Kugelpanorama zu erstellen. Ich nehme aber zur Sicherheit eigentlich immer mindestens 6 Bilder horizontal auf, da ich dann auf jeden Fall genügend Schnittpunkte habe, an denen die Software die Bilder zusammenfügen kann.

Ausgangsbasis für diesen Little Planet waren die folgenden Bilder:

Wie man sieht sind die Bilder vignettiert, was vom Objektiv kommt. Um die Bilder auch einwandfrei nutzen zu können, empfiehlt es sich gerade bei Aussenaufnahmen nicht zu viel Zeit zwischen den Bildern vergehen zu lassen, da ansonsten die sich verändernden Wolkenformationen am Himmel später zu Problemen führen können.

Um die Bilder um den Nodalpunkt korrekt darstellen zu können, wird bei solchen Aufnahmen ein Nodalpunktadapter verwendet, ich nutze hier den Nodal Ninja 3, der reicht für meine Nikon D5000 und Fisheye locker aus. Der Nodalpunktadapter (eigentlich korrekter: Panoramakopf) gleicht die Strecke zwischen dem Lichteintritt ins Objektiv und dem Stativgewinde im Kameragehäuse aus (einfach ausgedrückt) da sich ansonsten die Winkel beim Drehen der Kamera immer verändern würden. Einmal auf das Kamera/Objektiv Gespann eingestellt, kann ich den Panoramakopf immer wieder verwenden, ohne dass ich nachjustieren muss.

Die Bilder werden anschließend in Photoshop oder Lightroom (wenn es nur um Anpassung von Belichtung etc. geht) bearbeitet und dann in die Panorama Software importiert. Hier nutze ich PanoramaStudio Pro, eine einfach zu bedienende Software, die mir bisher immer gute Ergebnisse gebracht hat:

Die Bilder werden importiert und anschließend von der Software nach Verknüpfungspunkten analysiert und entsprechend zusammengefügt.

Daraus entsteht dann ein zunächst zweidimensionales Panorama mit 360° Rundumsicht. In einem weiteren Schritt kann man dann ein Kugelpanorama daraus erstellen und aus diesem wiederum einen Little Planet bauen.  Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich die Erstellung eines Little Planet mal entsprechend dokumentieren und hier auch veröffentlichen.

 


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